Einsatzbericht
Wir wurden mit unserem Abrollbehälter Betreuung zur Unterstüzung zum Wohnhausbarnd alarmiert.
Bericht Oberhessische Presse
Marburg. Die Luft ist rußig. Auf dem Erdboden wimmelt es von kleinen, schwarzen, verkohlten Teilen. Es sind Fragmente des Dachs – oder dessen, was nach dem Brand in der Nacht davon nicht mehr übrig ist.
Als die Marburger Feuerwehr mit Dutzenden Einsatzkräften im Marbacher Weg in den Minuten vor Mitternacht zu Sonntag, 27. September eintrifft, schlagen Flammen aus dem Fenster im Obergeschoss. Und winken und rufen Hausbewohner um Hilfe.
Alle sechs noch im Gebäude befindlichen Personen werden gerettet, fünf von ihnen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht.
Marburgs neue Drehleiter hat ersten Einsatz
Zeitgleich versuchten die Löschtrupps, das Feuer und letztlich die Schäden im und am Wohnhaus - einem Altbau in Fachwerkoptik - einzudämmen. Ein Innenangriff unter Atemschutz wurde abgebrochen, das Feuer griff zu schnell auf den Dachstuhl über und sorgte für akute Einsturzgefahr, wie die Feuerwehr am Sonntagmorgen der OP mitteilt.
Drehleitern bekämpften den Brand von Außen weiter, nach etwa einer Stunde sei das Feuer dann unter Kontrolle gewesen. Die Dachstruktur des Gebäudes sei „komplex” und habe den Zugang zu vorhandenen Glutnestern erschwert - wobei immer wieder Feuer durch kleinere Glutnester aufflammten.
Entsprechend sei die erst Stunden zuvor an die Feuerwehr übergebene Neu-Drehleiter - mit abneigbarem Korbarm für besseren Zugang zu Dachbereichen - zu ihrem ersten Einsatz gekommen.
Hausbewohner können nicht zurück in Wohnungen
100 Einsatzkräfte und 35 Fahrzeuge waren teils bis 5 Uhr morgens im Einsatz. Dartuner neben dem ersten und zweiten Zug der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte die Feuerwehren aus Marbach und Ockershausen, Cappel und Wehrda sowie Einheiten aus Michelbach und Moischt plus Rettungsdienst und Polizei.
Wegen der Schäden durch das Feuer und das Löschwasser ist das Haus derzeit unbewohnbar. Die Bewohner seien durch die Stadt Marburg untergebracht worden, teilt die Feuerwehr mit.